Steigerung der Produktivität


Hatten Sie auch schon Projekte, die Sie aus Mangel an technischer Kapazität oder dem entsprechendem Fachwissen nicht realisieren konnten? Durch eine externe Projektbearbeitung, kann ihre Firma auch ohne eigene technische Infrastruktur, grössere Projekte realisieren. Wie sieht jedoch ein solcher Projektablauf aus? Welche Parameter sind dabei einzuhalten?

Die Basis bildet wie bei jedem Auftrag, eine konkrete Kundenanfrage oder der Bedarf für ein neues Produkt. Das Projektteam aus Endkunde und Hersteller, wird bei Bedarf ergänzt durch einen externen Konstrukteur. Endkunde, Hersteller und Konstrukteur besprechen gemeinsam das Lastenheft. Projektbezogen werden die einzelnen Themen durchgesprochen und bei Bedarf ergänzt. Auf Grund vom korrigierten Lastenheft erstellt der externe Konstrukteur ein Angebot für die technische Bearbeitung. Besteht für diese Bearbeitung ein verwandter Datensatz aus dem das neue Projekt abgeleitet werden kann, erarbeitet der externe Konstrukteur ein detailliertes Angebot, mit der Auflistung der neu zu bearbeitenden Themen. Besteht für diese Bearbeitung kein verwandter Datensatz aus dem das neue Projekt abgeleitet werden kann, wird eine Projektstudie angeboten. Die Projektstudie muss vom Inhalt her so ausführlich gestaltet sein, dass sich daraus Material, Arbeitszeit, Abmessungen, Gewicht und die effektiv anfallenden Kosten für die technische Bearbeitung, ableiten lassen. Auch muss das Produkt visuell dargestellt werden, so dass Abklärungen im Bezug auf Genehmigungen, Beschriftungen, usw. eingeholt werden können.

Die Kosten für die Projektstudie werden zu 2/3 vom Hersteller und zu 1/3 vom Konstrukteur getragen. Ist das neue Produkt jedoch für einen Endkunden, übernimmt dieser auch 1/3 der Kosten. Bei grösseren Projekten empfiehlt sich in jedem Fall eine Projektstudie. Für alle Beteiligten ist das die beste Basis für ein verbindliches Angebot. Der Konstrukteur weiss was er konstruieren muss, der Hersteller weiss was er kalkulieren muss und der Endkunde weiss was für ein Produkt er erhält. Ist die Projektstudie realisiert, erörtern die Geschäftspartner das Ergebnis. Meist entsprechen die erarbeiteten Daten nicht in allen Belangen dem gewünschten Produkt. Entsprechende Korrekturen sind jedoch abschätzbar, so dass der Hersteller in Zusammenarbeit mit dem Konstrukteur, für den Endkunden ein detailliertes Angebot ausarbeiten kann.

Entscheidet sich der Endkunde für die Realisierung, erarbeitet der externe Konstrukteur den Produktions-Datensatz. Sinnvoll ist auch, dass im Auftrag für die externe technische Bearbeitung, die Vorgabe für den Produktionsablauf, die Produktionsbetreuung und die Prototypänderungen enthalten sind. Wird vom Hersteller eine Lieferantenevaluation gewünscht, muss auch diese Dienstleistung gesondert im Angebot aufgeführt sein.

Der Datensatz wird üblicherweise mit einem 3D-CAD erstellt. Wichtig für den Hersteller ist in diesem Zusammenhang, dass er alle erstellten Daten auf einem eigenen PC ohne CAD-Programm, lesen, messen, schneiden und ausdrucken kann. Ermöglicht wird dies durch ein zur Verfügung gestelltes PC-Programm, das kostenfrei vom externen Konstrukteur an den Auftraggeber abgegeben wird. Ist der Datensatz erstellt, wird dieser mit dem Hersteller besprochen und korrigiert. Erst nach der Freigabe durch den Hersteller, wird der Datensatz mit dem gewünschten Layout (Hersteller-Logo) ausgedruckt. Der Datensatz gehört dem Hersteller und wird auf eine CD ausgelesen. Er enthält minimal die Original 3D und 2D Daten. Üblicherweise werden jedoch zusätzlich für ein je alternatives 2D und 3D-CAD System, Daten ausgelesen. Für den Einkauf und das Ersatzteilwesen ist auch ein Tiff-Datensatz sinnvoll.

Hat der Hersteller mit dem Konstrukteur eine Produktionsbetreuung vereinbart, begleitet dieser das Projekt während der Realisierung, korrigiert die erstellten Daten und übergibt gemeinsam mit den Hersteller das fertiggestellte Produkt dem Kunden. Nach der Fertigstellung korrigiert der Konstrukteur den Datensatz und erstellt eine neue Daten - CD.

Wie finden Sie den geeigneten Konstrukteur für Ihr Projekt? Welche Auswahlkriterien sind zu beachten?

Über Branchenregister oder Internet finden Sie geeignete Konstruktionsfirmen. Auch ein Inserat kann zum Erfolg führen.

Folgende Voraussetzungen sollte ein externer Konstrukteur auf jeden Fall aufweisen:
  • eingetragene Firma
  • Referenzprojekte, die vom Umfang und Komplexität her dem zu bearbeitenden Projekt entsprechen
  • Branchenkenntnis
  • 5-10 Jahre Berufserfahrung
  • projektbezogener, aktueller Ausbildungsstand
  • keine aktuellen Projektbearbeitungen für gleiche Produkte
  • zeitkonformes CAD-System
  • Berufshaftpflichtversicherung (Deckung für ca. 3.000.000 ? pro Schadensfall)